Was ist Amerikanische Chiropraktik?

Amerikanische Chiropraktik basiert auf der Annahme, dass der menschliche Körper ein ganzheitliches System ist, dessen einzelne Teile allesamt über das zentrale Nervensystem miteinander verknüpft sind. Ist der Informationsfluss in diesem komplexen System blockiert, kann dies zu einer krankhaften Veränderung des Organismus führen. Solche Blockaden entstehen häufig an der Wirbelsäule, dem knöchernen Schutz des Nervensystems, sie werden durch verschobene und blockierte Wirbel ausgelöst. Hier setzt die Amerikanische Chiropraktik an. Um den oder die betroffenen Wirbel wieder in die richtige Position zu bringen, wird bei der chiropraktischen Justierung entlang der Wirbelsäule ein sanfter und kontrollierter Druck eingesetzt. Sind die Blockaden gelöst, können Nervenimpulse wieder ungestört fließen.

Für wen ist Amerikanische Chiropraktik geeignet?

  • Für Kinder und Jugendliche mit Fehlhaltungen bis zur Skoliose, Konzentrationsmangel, Wahrnehmungs- und Gleichgewichtsstörungen sowie Lernschwierigkeiten.
  • Für Schwangere, die durch die veränderte Körperhaltung Beschwerden bekommen, die sie nicht mit Medikamenten bekämpfen wollen. Diese Beschwerden können mitunter dazu führen, dass das Kind im Mutterleib nicht die für die Geburt optimale Position erreicht. Der Chiropraktiker kann hierbei helfen, einen Kaiserschnitt zu vermeiden.
  • Für Erwachsene mit Beschwerden am Bewegungsapparat oder Beschwerden wie Hexenschuss, Ischialgie, Bandscheibenvorfall, Schleudertrauma, Kopfschmerzen, Migräne, Tinnitus sowie einer Vielzahl funktioneller Erkrankungen.
  • Für Sportler, die eine verbesserte Reaktionsfähigkeit und eine kürzere Regenerationszeit anstreben, um ihre Leistung zu 100 Prozent abrufen zu können.

Ist Amerikanische Chiropraktik auch für kleine Kinder geeignet?

Aufgrund ihrer sanften Methoden ist die Amerikanische Chiropraktik besonders auch für Kinder geeignet. Zudem gilt: Je früher Blockaden erkannt und behandelt werden, desto größer ist der Behandlungserfolg. Vor allem Säuglinge und Kleinkinder leiden häufig unter Monatskoliken, Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Mittelohrentzündungen, die sich auf eine Wirbelfehlstellung oder einen blockierten Wirbel zurückführen lassen. Bei der Behandlung unserer Kleinsten reichen oft schon geringe Impulse bei der Justierung aus, um eine große Wirkung zu erzielen.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Da im Augenblick der Behandlung Hunderte von Körperfunktionen und Aktivitäten in Gang gesetzt werden, fallen die Reaktionen von Mensch zu Mensch unterschiedlich aus. Viele fühlen sich nach der Justierung rundherum wohl. Das muss aber nicht der Regelfall sein. Ein kleiner Teil unserer Patienten klagt auch über eine „Erstverschlimmerung“. Die Folgebehandlungen beseitigen aber derartige Reaktionen.

Was kann ich tun, um die chiropraktische Behandlung zu unterstützen?

  • Gehen Sie nach der Justierung 15 bis 20 Minuten spazieren. Das unterstützt die Justierung und gibt dem Körper Zeit, sich auf die Behandlung einzustellen. Während dieser Zeit sollten Sie keine schweren Lasten tragen.
  • Achten Sie zudem bewusst auf Ihre Haltung. Häufiges Überschlagen der Beine im Sitzen, das Tragen der Geldbörse in der Gesäßtasche oder langes Schlafen auf dem Bauch können den Behandlungsverlauf negativ beeinflussen. Achten Sie zudem auf ein gesundes Tragen und Heben, sodass Ihr Rücken keinen allzu großen Belastungen ausgesetzt ist.
  • Trinken Sie nach der Behandlung viel, am besten zwischen 2 und 3 Litern. Dies hilft dem Körper bei der Entgiftung.
  • Befolgen Sie ein individuelles Übungsprogramm. Wichtige Tipps und Anregungen zum Training erhalten Sie hier

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Wie oft soll ich zu den Behandlungen kommen?

Wir unterscheiden bei der Amerikanischen Chiropraktik drei Behandlungsphasen, von denen auch die Intensität Ihrer Justierung abhängt:

1.     Präventive Phase
2.     Symptomatische Phase
3.     Stabilisierende Phase

Am besten ist es, Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen – daher sollte die Justierung im besten Fall bereits in der präventiven Phase beginnen. Um den Körper wieder ins gesunde Gleichgewicht zu bringen, reicht in dieser Phase oft eine kurzfristige „Beeindruckung“ der Wirbelsäule aus. Bereits mit wenigen regelmäßigen Justierungen lässt sich ein maximaler Behandlungserfolg erzielen.

Die meisten Menschen suchen uns jedoch in der symptomatischen Phase auf, also wenn sie bereits Beschwerden oder sogar Schmerzen haben. Bis die Korrektur der Nervenstörung erfolgt ist und das Nervensystem seine Aufgabe wieder erfüllen kann, sind in dieser Phase regelmäßige Termine in kurzen Zeitabständen wichtig. Über welchen Zeitraum die Behandlung erfolgt, hängt vom individuellen Heilungsverlauf ab.

Auch wenn die Symptome schnell verschwinden, dauert es in der Regel seine Zeit, bis der Körper jahrelang antrainierte Schon- und Fehlhaltungen kompensiert hat. Daher finden in der anschließenden stabilisierenden Phase weiterhin regelmäßige Justierungen statt. Die besten Ergebnisse werden erfahrungsgemäß durch ein allmähliches Vergrößern der Justierungsabstände erreicht. Ist der Heilungsprozess abgeschlossen, setzt wiederum die präventive Phase ein.

Können die Gelenke durch die Behandlung ausleiern?

Nein, die menschlichen Bänder sind organische Strukturen, die durch Bewegung stimuliert werden. Um natürlich zu funktionieren, ist Bewegung sogar erforderlich.

Wer trägt die Behandlungskosten?

In der Regel wird die Erstuntersuchung von den privaten Krankenversicherungen und der Beihilfe übernommen. Gerne hilft Ihnen hier Ihre Krankenkasse weiter. Unsere Preisliste für Selbstzahler steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.